Samstag, 13. Februar 2016

15 - Lazy Days in Puerto Vallarta

Donnerstag, der 18.2.2016
(von Marc Benke und Yannick Löb)

Welcome to Paradise und Bye-bye Mexiko

Nach anstrengenden Tagen mit vielen Firmenbesuchen und Busfahrten konnten wir nun die letzten Tage unserer Reise in Puerta Vallarta genießen.

Für den ersten kompletten Tag nahmen wir uns nicht viel vor. Die meisten wollten einfach mal am Strand die Seele baumeln lassen und sich von der Sonne verwöhnt werden. Angekommen am Strand waren wir sehr überrascht, dass dieser relativ leer war. Die meisten von uns hatten definitiv mit mehr Tourismus gerechnet. Dies wäre hinsichtlich des traumhaften Strandes mit einigen Palmen definitiv gerechtfertigt gewesen. Jedoch sei dazu gesagt, dass es sich im Februar (für uns völlig ausreichende 30 Grad) um die Nebensaison handelte.

Während sich manche von uns aufgrund ihrer empfindlichen Haut in den Schatten verzogen, gingen die anderen zum Kampfbräunen über. Letzteres sorgte nicht bei allen für den gewünschten Effekt... Zwischendurch ging es dann zum Abkühlen ins herrlich warme Meer. 

Weitere Action gab es für Marc, welcher seine Liebe zum Bootfahren zeigte und mit einem Einheimischen eine kleine Runde drehte. Ebenso erfüllten sich Cansu und Thomas ihren Traum vom Parasailing über dem Pazifik.

Bevor wir uns auf dem Weg zu unserer Unterkunft machten, wo wir spontan den Grill anwerfen wollten, wurden wir noch von einem deutschen Auswanderer angesprochen. Dieser bot uns für einen angemessenen Preis einen Bootstrip am nächsten Tag entlang der Küste an. Ehrlich gesagt war uns ein bisschen unwohl bei dem Gedanken, ihm eine Anzahlung zu geben, doch wir ließen uns auf dieses Risiko ein, da seine Beschreibung definitiv einem Abenteuer glich.

Nach einer relativ kurzen Nacht nach dem tollen Barbecue machten wir uns mit dem öffentlichen Bus auf dem Weg zum Treffpunkt, wo wir unseren Guide antrafen und uns auf dem Weg zum Boot machten.

Zu den öffentlichen Bussen sei noch gesagt, dass diese uns einige Sorgenfalten auf die Stirn warfen, da die Bremsklötze gefühlt nicht mehr vorhanden waren und es dementsprechend bei jedem Bremsen zu einem ohrenbetäubenden Quietschen kam. Doch im Endeffekt kamen wir sicher am Ziel an.

Am Zielstrand angekommen bekamen wir vom Guide unsere Schnorchelausrüstung, was jedoch nicht ganz reibungslos verlief. Zum einen dauerte es sehr lange, bis alle ihre Ausrüstung hatte, zum anderen entpuppten sich die Taucherflossen als wahres Paradies für Kakerlaken.

Nachdem auch diese Schlacht gewonnen war, konnte die Tour endlich beginnen. Insgesamt sollte es zu mehreren Buchten gehen, wo wir mit unserem Guide schnorcheln, baden und picknicken, sowie einen kleinen Ausflug in den Dschungel von Puerto Vallarta machen konnten.

Schon der erste Stop an einer kleinen Felseninsel, welche als Brutinsel für Pelikane unter Naturschutz steht, entpuppte sich als wahres Schnorchel-Paradies, wo wir eine Menge von bunten Meeresfischen zu bestaunen konnten. In der nächsten Bucht kletterten wir an einem Bachlauf mit Wasserfall entlang, um etwas tiefer in den Dschungel zu gelangen. Immer wieder stoppte der Guide, um diverse interessante Informationen über Flora und Fauna zu geben. 


















Von dieser Bucht ging es zu einem 5 Meter hohen Felsen. Hier konnte man sich entscheiden, ob man den Sprung ins Wasser wagt und mit dem Boot zur nächsten Bucht gebracht wird, oder ob man lieber bis zur nächsten Bucht gehen wollte. Nachdem sich alle am Strand der nächsten Bucht getroffen hatten, ging es zu Fuß wiederum eine Bucht weiter.



Auf dem Weg dorthin fanden wir einige Kokosnuss Palmen von denen wir uns zwei Kokosnüsse nahmen, um diese zu knacken und zu dem Fruchtfleisch zu essen. Ein super Gefühl, da man diese sonst ja nur aus dem Supermarkt kennt und nicht aus der Natur.




Angekommen in der nächsten Bucht wollten wir uns kurz abkühlen und durch die Wellen toben. Etwas zu übermütig. Aufgrund einer überraschenden Monsterwelle musste vor allem Jeroen teuer bezahlen, da er sich hier die Schulte auskugelte, doch auch die anderen mussten mit einigen Schürfwunden bezahlen. Glücklicherweise fand sich in der nächsten Bucht ein Tourist, welcher in der Lage war die Schulter wieder einzurenken. Der Amerikaner wurde mit Klatschen, Jubeln und viel Händeschütteln belohnt. Doch der Tag war für Jeroen natürlich trotzdem gelaufen und er konnte beim nächsten Schnorcheln nur zusehen. 

Beim anstehenden Picknick, welches wir notgedrungen auf dem Boot einnehmen mussten, hatten wir Ausblick auf eine der traumhaftesten aller Buchten.



Abschließend ging es den weiten Weg zurück in den Hafen, von wo wir uns mit dem Bus auf den Weg in die Unterkunft machten. Leider hatte der Wellengang leicht zugenommen, weshalb unsere Mägen ein bisschen verrücktspielten. Doch auch das letzte Stück schafften wir, ohne die Fische zu füttern.

Den krönenden Abschluss des wirklich gelungenen Tages gab es dann zuerst mit einem Abendessen mit „Super Sushi“. Aufgrund des anstrengenden Programmes nahmen nicht mehr alle am nächsten Highlight des Tages teil. Unsere Gastgeber hatten für uns ein Abendprogramm organisiert, bei dem wir uns Margerita Cocktails mischten und die beiden sowie ein weiteres Paar aus Guatemala uns Salsa und weitere Tänze beibrachten. Es war einfach atemberaubend und hat sehr viel Spaß gemacht.


Für die Letzten endete der Tag erst in den frühen Morgenstunden, weshalb sich alle auf ein langes Ausschlafen freuten. Einigen von uns kam es vor, als läge der letzte lange Schlaf Monate zurück.

Nach einem gemeinsamen Frühstück teilten wir uns in kleinere Gruppen auf, um die Stadt zu besichtigen. 



Unsere Gruppe entdeckte durch Zufall einen kubanischen Laden, bei dem es neben gutem Essen und leckerem Mojito sogar einen Humidor für kubanische Zigarren gab. Ein wirklich ausgezeichneter Laden mit einem einzigartigen Chef, welcher uns glänzend unterhielt.




Bevor es zurück zur Unterkunft ging, wollten wir noch den Hafen besichtigen, wo wir dann noch gemütlich einen Kaffee tranken.


Nachdem gemeinsamen, selbstgekochten Abendessen mit reichlich Spaghetti mit Shrimps ging es für einige dann nochmal zurück zur kubanischen Bar, da wir uns dort die Livemusik anhören wollten, um unsere Tanzkünste weiter zu vertiefen. Zwar endete der Abend aufgrund des ungewöhnlich frühen Schließens nicht wie erhofft, jedoch war auch dieser Tag wieder ein voller Erfolg.

Den letzten kompletten Tag genossen wir erneut am Strand. Einige ließen sich direkt am Strand mit einer wunderbaren Massage verwöhnen.









Bevor es dann zu abschließenden Abschiedsgrillen zur Unterkunft ging, schauten sich die meisten einer Strandbar bei einem gemütlichen Bier (Pacifico oder Corona) oder einem Cocktail aus einer Kokosnuss den atemberaubenden Sonnenuntergang an.

Nach dem besagten Grillen überraschte unser Gastgeber Edgar uns noch mit einem besonderen Digestif, einem mit Käferblut gefärbten, rosafarbenen Tequila.


Am nächsten und letzten Morgen hieß es dann früh aufstehen, Koffer packen und ab an den Flughafen von Puerto Vallarta. Von dort aus flogen wir zurück nach Mexiko-City. Da wir je nach Rückflug noch 9 beziehungsweise 10 Stunden Zeit hatten, teilten wir uns erneut auf, um wahlweise shoppen zu gehen, sich in einem Park zu sonnen, oder noch das ein oder andere Museum zu besuchen. Zu unserer Schande muss man gestehen, dass es sich bei der Gruppe „Museum“ um eine One-Man-Show handelte. 

Nach einer herzlichen Verabschiedung am Flughafen in Mexiko-City ging es dann getrennt auf den Heimweg.


Es wird sicherlich noch ein paar Tage dauern, bis sich alle Eindrücke gefestigt haben und jeder realisiert hat, was wir alles erlebt haben.

Jedoch möchten wir uns abschließend nochmal herzlichst bei Herrn Lippold für die tolle Organisation und die tolle Zeit bedanken. So eine Erfahrung kann uns keiner mehr nehmen. Es war eine anstrengende Zeit mit vielen zurückgelegten Kilometern, vielen Firmenbesuchen, Eindrücken von Land und Kultur und einer richtig tollen Truppe. Wir werden euch alle sehr vermissen.

(Marc Benke und Yannick Löb)

14 - Zu Besuch bei HPe

Freitag, der 12.2.2016
(von Ebru Akpinar und Thomas Berta)

bei HPe

Am 12.02.2016 waren wir zu Gast bei unserem letzten Firmenbesuch bei Hewlett Packard Enterprise. Es war das einzige IT-Unternehmen auf unserer Agenda, dementsprechend anders waren die ersten Impressionen im Vergleich zu den bisherigen technischen Unternehmen. Wir wurden herzlichst empfangen und begannen unsere Tour mit einem kleinem Rundgang durch die Finance und Human Ressources Bereiche.

Die Stimmung im Unternehmen selber ist relativ locker und einladend. Die Mitarbeiter in der IT haben vorgegebene Ziele, die sie nach einem selbst geregelten Zeitplan abschließen können. Verpflegung, Essensmöglichkeiten sowie Ruheräume gibt es mehrfach, um den Arbeitsalltag so angenehm wie möglich zu gestalten. 

Im fliegenden Wechsel der Tourguides wurden wir durch die gesamte Firma geführt und bestens informiert. Daraufhin folgte eine einstündige Präsentation über das Unternehmen in Begleitung von drei Praktikanten, die Ihre Erfahrungen über den Einstieg mit uns teilten. Im Anschluss an dem Vortrag wurde noch kurz ein selbsterstelltes Excel-Programm präsentiert, welches alle Aufträge und relevanten Daten visualisiert und in Echtzeit aktualisiert. 

Mit ein paar netten abschließenden Worten verabschiedeten wir uns von Hewlett Packard und freuten uns, dass wir unsere anstrengende Liste an Firmenbesuchen abgeschlossen haben. Die Erschöpfung davor und die Erleichterung danach war bei jedem deutlich sichtbar. Bei der Rückfahrt zum Hotel hieß es dann für alle: weg mit den feinen Sachen und rein ins Strandoutfit! 

Mit einem Reisebus mit sehr viel Beinfreiheit war die etwa sechsstündige Reise nach Puerto Vallarta gut überlebbar. Als wir endlich sehr verschlafen am späten Abend angekommen sind, war der Temperaturunterschied deutlich bemerkbar. Es war deutlich schwüler und wärmer und so langsam wurde es uns allen klar ... wir haben es geschafft! Wir sind bereit für Sonne, Meer und 30 Grad. 

Als wir nach unserer üblichen Taxifahrerei bei dem Gasthaus angekommen sind, wurden wir von Edgar und seiner Lebensgefährtin herzlichst empfangen. Nachdem wir unsere Quartiere aufgeschlagen haben, ging die Feierei so richtig los. Zur Feier des Tages wurde bis spät in die Nacht um halb vier mehr Bierdosen und Tequilaflaschen als bisher konsumiert. Die Stimmung war ausgelassen und mehr als angeheitert, bis wir uns dann doch noch ins Bett quälen mussten, um für den nächsten Urlaubstag möglichst fit zu sein.

Ebru Akpinar und Thomas Berta

13 - Zu Besuch bei Siemens in Guadalajara

Donnerstag, der 11.2.2016
(von Christina Neumann und Aylin Sedlacek)


Gruppenbild mit der Geschäftsleitung

Am Morgen ging es nach einem 10 Minuten-Frühstück um 7.15 Uhr los zu Siemens. Als wir im Foyer ankamen, wurden wir erst mal von der Geschäftsleitung, Herrn Sandoval und Herrn Borrayo, begrüßt. 

In diesem Siemens-Werk werden Niederspannungsmotoren bis zu 260 kW produziert. Nach einigen Informationen zum Werk in Guardalajara ging es in den Konferenzraum, in dem wir in einigen verschiedenen Vorträgen über Logistik, Produktion, Human Resources, Strategische Planung und Research & Development bei Siemens informiert wurden. 

Nach zweieinhalb Stunden ging es dann endlich zur Besichtigung durch das Werk. Im Anschluss gab es ein hervorragendes Mittagessen unter freiem Himmel in der Nähe des firmeneigenen Fußballplatzes.

Nachdem wir wieder im Hotel angekommen waren, wurde sich kurz umgezogen und es ging los nach Tequila. Der Name ist Programm... Nach einer einstündigen Fahrt durch Berge und Agavenfelder kamen wir auf dem belebten Platz der Kleinstadt an. 

Um möglich viel Tequila testen zu können, ging es in einem offenem Bus zur Besichtigung des Tequila-Brennprozesses mit anschließender Verkostung. 


der 14. Firmenbesuch bei Gran Orendain

Auf der Rückfahrt zum Stadtplatz war die Stimmung recht angeheitert und die Mexikaner konnten 15 Deutsche bewundern, die laut singend und tanzend zu Viva Colonia einfuhren. Dann ging es zurück zum Hotel.

Nach einer 5 minütigen Pause im Hotel ging es dann weiter zum Abendessen in einem sehr gutem Restaurant mit traditionell mexikanischer Küche. 

Wieder im Hotel angekommen verbrachten wir unseren letzten Abend als Gruppe auf der Hotelterrasse , da am nächsten Tag drei von uns den Heimweg antreten. Dies wurde gefeiert mit einer Piñata in Form von Captain American. 

Mit verbundenen Augen durfte jeder einmal versuchen, den Kopf des Captain zu zerschlagen. Nach vielen vergeblichen Versuchen hatten wir es endlich geschafft und die Süßigkeiten geteilt. Ein paar Bier später ging es dann auch für die letzten ins Bett.

Christine Neumann und Aylin Sedlacek

Dienstag, 9. Februar 2016

12 - Der erste Tag in Guadalajara

Aschermittwoch, der 10.2.2016
(Cansu Efe und Wjatscheslaw Jablukovski)





Nach einem erfolgreichen Frühstück sind wir zu ZF aufgebrochen. Der Standort in Guadalajara ist für seine Stoßdämpfer bekannt. 

Das Unternehmen verfügt weltweit über 7 Hauptstandorte mit insgesamt 5000 beschäftigten und einem gesamt Umsatz von 800 Mio. €. Denn größten Anteil vom Umsatz erwirtschaftet das Unternehmen durch die Car Powertrain Technologie Sparte. 

ZF überdeckt den ganzen Automobilsektor (Motorrad,PKW,LKW, Busse,Yachten,Helikopter, und Windturbinen). Die meisten Komponenten des Stoßdämpfers werden vor Ort hergestellt und zusammengebaut. ZF ist nach ISO 9001 zertifiziert. Die Zertifizierung erlaubt ZF, ihre innerbetriebliche Transparenz der Abläufe und eine geringere Fehlerquote somit werden die Produktionskosten gesenkt. 

Das globale Unternehmen mit den verschiedenen Branchen kooperiert mit 650 Zulieferern. Das ermöglicht ein schnelle Produktion. Das Werk beliefert an die 110 Ziele weltweit aus dem Automobilsektor. Während des Rundgangs durch die Produktionshalle haben wir den Herstellungsprozess des Stoßdämpfers gesehen, d.h. von der Anlieferung der Halbzeuge bis zum kompletten Zusammenbau der Einzelteile.

Danach ging es zu Hella. Hella ist Automobil-Zulieferer spezialisiert auf Fahrzeugbeleuchtung (z.B. Scheinwerfer, Heckleuchten).Die Firma gehört zu den Top 40 Automobilzulieferern und beschäftigt weltweit rund 32.000 Mitarbeiter, der gesamte Umsatz beträgt 5,8 Milliarden Euro. 

Die Scheinwerfer-Einzelteile werden durch spezielle Sprizgussmaschinen hergestellt und zusammengebaut. Die einzelnen Kunden haben unterschiedliche Schweinwerfer-Designs,  d.h. jeder Kunde hat eingene Spritzgusswerkzeuge.

Das Unternehmen hat sieben Grundwerte: Unternehmertum, Kooperation, Nachhaltigkeit, Leistungsorientierung, Innovation, Integrität und vorbildliches Verhalten. Diese sieben Grundwerte ermöglichen Hella, als Automobilzulieferer konkurrenzfähig zu bleiben.

Cansu Efe und Wjatscheslaw Jablukovski

11 - Auf nach Guadalajara

Karnevalsdienstag, der 9.2.2016
(von Bernd Fröhler und Michael Heinen)

 on the road to Guadalajara

Nach einem sehr anstrengenden Vortag konnten wir den Morgen etwas entspannter beginnen - dachten wir. Nach dem geselligen Frühstück mit dem unverwechselbaren Kellner und einer heißen Dusche ging es daran, die letzten Kleinigkeiten zu packen um uns für die letzte Busreise zu rüsten. 

Geplante Abfahrt zum Busbahnhof war 10 Uhr, doch die Pünktlichkeit unseres bereits vertrauten Taxifahrers verließ uns heute. Um zumindest einen Teil der Gruppe pünktlich zum Busbahnhof zu bringen, half uns unsere gute Fee, Norma, ein letztes Mal! Ihre Angestellte und sie packten jeweils ein Auto mit Studenten samt Gepäck voll und versuchten ihr Glück,
 den Busbahnhof pünktlich  zu erreichen. 




Mit fast 20 Minuten Verspätung kam unser bewährtes Sammeltaxi samt einem einzelnen Taxi zum Hotel. Zackig, etwas unter Zeitdruck und in gewohnter mexikanischer Packweise ging es mit offenem Kofferraum Richtung Busbahnhof. Trotz aller Strapazen und Hektik trafen wir pünktlich ein und konnten nun auf den verspäteten Bus warten. 

Durch die verspätete Ankunft des Busses wurde sich noch mit Sandwich und Getränken eingedeckt und dann ging es auf die Reise Richtung Guadalajara. Unserer Reisebus ist diesmal leider nicht mit dem gewohnten Luxus ausgestattet, trotzdem versuchten wir das Beste daraus zu machen und richteten uns auf die lange Reise ein. 


Auf dem Weg zu unserem neuen Domizil hielten wir an diversen Busbahnhöfen, was uns Zeit gab, etwas Luft zu schnappen, die Beine zu vertreten und dem in „dezenter“ spanischer Lautstärke unterlegten Film im Bus zu entfliehen. Die immer noch faszinierende Flora wechselt ihr Gesicht und nimmt Farbe an, es wird grüner. 


Nach Kräfte zerrenden elf Stunden erreichen wir die Endstation und unser Ziel Guadalajara. Mit einem Loch im Bauch geht es zum Taxistand und von dort innerhalb von 20 Minuten zum Hotel „Parla  Central“.


Die Zimmerverteilung läuft routiniert ab und der Treffpunkt 22:45 in der Lobby, um ein geeignetes Abendessen zu finden, wird angepeilt. Zu Fuß geht es ein paar Blocks Richtung Innenstadt, um den Tag ausklingen zu lassen. Nach einigen Minuten erreichen wir ein Lokal, welches mit diversen Speisen frohlockte.



Nach dem Genuss von bereits bekannten einheimischen Getränken und Speisen ging es gegen 23:45 zurück ins Hotel. Der obligatorische Abstecher in einen OXXO durfte nicht fehlen. In altbekannter Besetzung der Lufthansa-Gruppe klang der lange Tag gemütlich an der Theke der Hotelbar aus.


Bernd Fröhler und Michael Heinen

Montag, 8. Februar 2016

10 - Bei Daimler Truck, Stabilus und ZF

Rosenmontag, der 8.2.2016
(von Dennis Eichert und Jeroen Kronenberg)

bei Daimler Truck ...
... und bei Stabilus


Während in Köln noch der Rosenmontagszug bei stürmischen Bedingungen durch die Straßen zog, frühstückten wir zusammen bei der aufgehenden Sonne, um uns auf den anstrengenden Tag mit drei Firmenbesuchen vorzubereiten.


Mit einem gecharterten Bus ging es zum ersten Termin bei Daimler Truck. Dort angekommen wurden wir herzlich empfangen und bekamen in einer Präsentation die wichtigsten Kennzahlen vorgestellt. Das von 2006 bis 2009 errichtete Werk in Saltillio beschäftigt derzeit rund 3000 Mitarbeiter, welche zum Teil mit einem der 51 eigenen Busse zur Arbeit gebracht werden.

Das Werk produziert täglich ca. 200 Lkws (Freightliner) und hatte eine dynamische Amortisationszeit von knapp 4,5 Jahren. Die Ausmaße sind beträchtlich mit knapp 300 Hektar Grundfläche und einer Produktionshalle von 850 Meter Länge.



Die Produktion ist größten Teils voll automatisiert und von ihrer Dimension nicht mit der Herstellung eines Pkw zu vergleichen. Es ist halt alles etwas größer. 




Nach der erfolgreichen Besichtigung des Werkes, wurden wir anschließend noch zum Mittagstisch eingeladen und konnten noch ein abschließendes Gruppenfoto machen.

Beeindruckt von den großen Dimensionen im Lkw-Bau machten wir uns mit dem Bus auf zum zweiten Termin des Tages: Stabilus.

Dieses Unternehmen, mit Muttersitz in Koblenz, produziert Gasdruckdämpfer, welche wohl jeder aus der Heckklappe eines Autos oder von einem Bürostuhl kennt.

Der Standort hier in Saltillo produziert Dämpfer nicht nur für die Automobilindustrie, sondern auch für die Möbelindustrie. Vor der Besichtigung wurde uns der strategische Nutzen des Standortes erklärt und auch die hiesige Arbeitsweise der mexikanischen Mitarbeiter und die daraus resultierenden Unterschiede zu einem europäischen Standort. Im Vergleich zum Standort in Koblenz, welcher fast voll automatisiert ist, wird hier in Mexiko vermehrt auf diese Prozesse verzichtet.

Mit der Besichtigung der Produktion wurden uns die einzelnen Arbeitsschritte die zur Herstellung notwendig sind genaustens erklärt. Auch das Zusammenspiel der internen Logistik wurde hier sehr deutlich. 

Nach dieser interessanten Führung, sind wir nur über die Straße gegangen und waren schon bei unserem dritten Termin, ZF (Zahnradfabrik).

Dort werden Drehzahlwandler für die angrenzende Automobilindustrie hergestellt. Vor der Besichtigung der Produktion konnten wir anhand eines Ausstellungsstücke das dort produzierte Produkt näher kennenlernen. 

In Folge des Rundgangs wurden uns auch hier in Teilschritten die einzelnen Prozesse veranschaulicht, welche für die Herstellung von Wandlern notwendig sind. Wir konnten eine Sechs-Stufenpresse,  Exzenterpressen und industrielle Stanzen im laufenden Betrieb besichtigen. Im Anschluss wurden uns noch in einer etwas ruhigeren Umgebung genauere Fragen beantwortet, die uns während der Führung aufkamen. Denn eine solche Produktion ist nicht gerade leise.

Zum Abschluss des Tages und zum Abschied von Saltillo haben wir noch die Hotelbar unsicher gemacht und uns mit ein paar Tequila mexikanisch verabschiedet.  


Dennis Eichert und Jeroen Kronenberg

Sonntag, 7. Februar 2016

9 - Bei den Winzern von Parras

Karnevalssonntag, der 7.2.2016
(von Horst-G. Lippold)

Wein, Weib und Gesang in Parras

Nach unserer anstrengenden Bergtour und einem langen gemeinsamen Abend am Vortag begann der Sonntagmorgen gemächlich und entspannt (und quasi zeitgleich mit den Kölner Schul- und Veedelszögen) mit einem leckeren Frühstück in unserer Rancho el Morillo.

Für neun Uhr war die Abfahrt für unseren Tagesausflug in den 180 km entfernten Weinort Parras mit dem Kleinbus von Javier geplant, der uns schon in den vergangenen Tagen zu den Unternehmen gefahren hatte. Da kapazitätsbedingt nur maximal 14 Teilnehmer mit Javier´s Bus fahren konnten, habe ich mich (als 15. Person) zum Busbahnhof von Saltillo aufgemacht und bin mit dem öffentlichen Bus gefahren.

Nach zweieinhalb Stunden Fahrtdauer entließ mich der Fahrer direkt vor dem Weingut Madero, wo ich den Rest der Truppe wartend wiederfand, und unsere Weintour konnte beginnen.

In Parras wird nach mexikanischer Lesart seit dem späten 16. Jahrhundert Wein angebaut, wobei genaugenommen die damaligen spanischen Siedler, die eigentlich nach Gold und Silber suchten, die schon existierenden Weinkulturen der indigenen Bevölkerung schlicht gekapert haben. 

Der mit 45.000  Einwohnern beschauliche Weinort Parras ist mit einem einzigartigen milden Klima mit unterirdischen Wasserflüssen, Quellen und Wasserteichen gesegnet, das den Weinbau überhaupt erst möglich und zu einem Ausnahmefall im nördlichen Mexiko macht.

Das Weingut Madero selbst ist nicht nur das älteste Weingut beider Amerikas (!), sondern mit 360 ha Anbaufläche auch ausgesprochen groß. Ein typischer Familienbetrieb an meiner geliebten Weinstraße liegt demgegenüber normalerweise bei 6 – 18 ha. Das Pfälzer Schoppenformat ist in Mexiko auch eher unüblich und man muss das Glas dementsprechend  häufiger nachfüllen.







Nach einer interessanten Führung durch die Anlagen inkl. Weinkeller und Brennerei für die Brandy-Herstellung  wollten wir zum Schluss gerne einige gute Flaschen Wein als Mitbringsel oder zur schnelleren Verwendung kaufen, mussten aber zu unserem Befremden feststellen, dass eine Verkostung vor dem Kauf nicht möglich war.

Das fanden wir dann doch eher ungewöhnlich, denn wer will schon – selbst von der Casa Madero -  quasi die Katze im Sack kaufen. Nachdem auch mein Hinweis auf das diesbezügliche Procedere in puncto Weinprobe bei deutschen Winzern auf taube Ohren stieß, wollte denn auch keiner mehr Wein  kaufen.

Weiter ging es zum Mittagessen im Säulengang eines wunderschönen Innenhofs in Parras, wo wir bei gutem Essen und Wein die Zeit vergessen haben. Die restliche viel zu kurze Zeit bis zur Rückfahrt haben wir dann in kleinen Gruppen mit der Erkundung des Städtchens, Kaffeetrinken und Chillen verbracht und es war einfach nur schön und entspannt.

Essen und ...

... Chillen

Auf der Rückfahrt durften zum allgemeinen Erstaunen plötzlich doch 15 Personen im Kleinbus mitfahren, was gut war, denn meine Recherche am Busbahnhof in Parras hatte ergeben, dass der nächste Bus zurück nach Saltillo erst am nächsten Morgen fährt. Das wäre in Anbetracht der geplanten Firmenbesuche wohl echt lustig geworden, aber wie heißt es offensichtlich nicht nur in Köln, sondern auch in Mexiko: et hätt noch immer jot jejange.

Der Abend daheim im Hotel verging wie immer feuchtfröhlich mit Cerveza und Tequila, bis bei stetig schrumpfender Gruppengröße schließlich (man frage besser nicht, wann) auch die verbleibenden Lufthansa-Jungs und neuernannten Lufthansa-Ehrenmitglieder den Weg in´s Bett gefunden haben.

In dem Sinne an alle Daheimgebliebenen und heute auch speziell an alle Freunde und Bekannten aus Billigheim-Ingenheim: Prost, Kölle Alaaf und viel Spaß beim „Fasching“ (oh Gott);

and if i don´t see you:
good afternoon, good evening and good night.


Horst-G. Lippold